Molekulare Photobiologie

Unsere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der optischen Beeinflussung von Biomolekülen und Gewebe mit Licht.

Forschungsschwerpunkte

  • Gezielte Inaktivierung von Proteinen mit Hilfe von Licht und sensibilisierenden Farbstoffen
  • Lichtinduzierte Einbringung von Antikörpern in lebende Zellen
  • Photosensitive Liposomen


Wir synthetisieren unterschiedliche Antikörper Nanokonjugate um monoklonale Antikörper in Zellen einzuschleusen. Aus Endosomen werden die Antikörper mit Hilfe Photochemischer Internalisierung (PCI) freigesetzt. Hierzu werden die Zellen zuvor mit dem Photosensibilisator BPD inkubiert. Bestrahlung mit Licht bei einer Wellenlänge von 690 nm aktiviert BPD und führt zur Öffnung endosomaler Membranen. Eine zweite Bestrahlung bei 490 nm aktiviert FITC und führt zur Inaktivierung von Ki-67 und anschließendem Zelltod. Getestet wurde dies an Tumorzellen unterschiedlicher Tumore wie Ovarialkarzinom, Zervixkarzinom und Kopf- und Halstumore.



In einem DFG-geförderten Projekt soll durch gezieltes Ausschalten des Ki-67 Proteins eine neue Therapieoption für das Ovarialkarzinom in einem Mausmodell entwickelt werden:

Die Therapie des Ovarialkarzinoms stellt wegen mangelnder Selektivität ein großes klinisches Problem dar. Auch antikörperbasierte Therapien oder die Photodynamische Therapie (PDT) brachten bisher nicht die erhofften Erfolge. Mit einem neuartigen Therapieansatz soll das mit Zellproliferation assoziierte Protein Ki-67 mit molekularer Präzision zerstört und damit die Wachstumsfraktion des Tumors eliminiert werden. Dabei wird Ki-67 mit Hilfe von Antikörper-Photosensibilisator-Konjugaten nach Laserbestrahlung ausgeschaltet.